Der Krebs hat mir mein Leben geschenkt

Engel und Co.

Ob Du nun an Engel glaubst oder nicht, das ist jetzt gerade ganz egal. Ich möchte Dir einfach meine Gedanken mitteilen, die mir persönlich immer wieder geholfen haben. Und ich kann mir gut vorstellen, dass Du ebenfalls Situationen in Deinem Leben hattest, wo Du gedacht hast: Wow, ist es Magie, ist es Zufall, ist das gefügt von irgendwas nicht sichtbarem, nicht greifbaren? Bevor ich jedoch weiterschreibe, möchte ich Dir einfach nur die Frage stellen: Benutzt Du das Internet? Bestimmt, oder? Sonst wärst Du sicherlich nicht auf meiner Internetseite 🙂  Kannst Du das Internet sehen? Außer jetzt die Dinge, die dadurch sichtbar werden. Sei es jetzt, dass Du da in Google irgendwas suchst oder auf Facebook etwas postest oder eine WhatsApp schickst. Aber kannst Du das Internet sehen? Ich sage jetzt mal nein, oder? Also ich kann es nicht sehen. Wenn Du das sehen kannst, erzähle es mir gerne. Ich bin gespannt, wie Deine Erfahrung mit der Sichtbarkeit des Internets ist. Wichtig ist, dass Du für Dich einfach nur mal das sacken lässt: Du nutzt etwas, egal ob das Strom ist, ob das Internet ist, aber sehen kannst Du es nicht. Vorhanden ist es trotzdem.

Und das ist auch etwas, was ich in diesem Kapitel mit Dir gerne teilen möchte. Nur weil etwas nicht sichtbar ist, heißt es noch lange nicht, dass es nicht da ist.

Im Sommer 1998 ist mein Lebensgefährte Micha bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen. Wir wollten ein halbes Jahr später heiraten.

Es war schrecklich… Das, was mir wirklich geholfen hat, waren für mich die Engel. Das Übernatürliche, das Nichtsichtbare, die Kommunikation mit Micha. Ich habe viele, lange Gespräche mit Micha geführt. Und ich hatte oftmals das Gefühl, er ist mir wesentlich näher als vorher. Ich fühlte mich noch verbundener und noch verstandener über die neue Art der Kommunikation. Ich habe sehr viele Botschaften bekommen, von Micha, von der geistigen Welt, die mir Kraft gegeben haben.

Eine Situation möchte ich Dir hier gerne schildern. Ich bin kurz nach dem Unfall von Micha wieder zu meinen Eltern zurückgezogen. Meine Eltern haben ein sehr schönes, großes Wohnzimmer – damals war dort noch eine Eiche-Regalwand mit Büchern und ganz viel Regalflächen, wo Bücher und Dekodrin standen. Komplett über der große Wohnzimmertür ein großes Regal. Und dort lag ein getrockneter Strauß, den meine Mama während der Silberhochzeit in der Hand hatte. Und diesen hat sie oben auf dieses Regel gelegt. Und das Regal hatte von der Größe her, vermute ich mal, eine Tiefe von vielleicht dreißig, vierzig Zentimeter. Also schon ein recht tiefes Regal. Ich bin jetzt durch diese Tür gegangen, an meinen Lieblingsplatz, in den Wintergarten. Und ich gehe durch die Tür durch und dieser Strauß fällt mir vor die Füße. Es war windstill, es war keine Erschütterung oder Ähnliches, es ist einfach gefallen. Und wo ich das jetzt schreibe, bekomme ich eine Gänsehaut. Und das ist für mich mein Signal, dass immer dann, wenn ich dieses wohlige Gefühl bekomme, diesen wohligen Schauer, der mich durch meinen ganzen Körper durchfährt, das ist für mich die Bestätigung, sie sind wieder bei mir. Die Engel.  Sie weisen mir wieder den Weg. Und da bin ich unfassbar dankbar für.

Und mir hat es so viel Kraft und so viel mehr Lebensmut gegeben, zu wissen, auch wenn etwas nicht sichtbar ist, es ist trotzdem da. Und Micha war weiterhin für mich da. Auf einer anderen Ebene. Und ich habe viele lange Jahre mit ihm so kommuniziert und das hat mir ganz viel Kraft gegeben.

Eines Nachts habe ich einen Traum gehabt. Es war ein sehr lebendiger Traum und ich war voller Freude und voller Dankbarkeit und so glücklich, denn es war ein Traum, wo Micha und ich uns begegnet sind. Nach seinem Tod. Ich habe ihn live und in Farbe gesehen. Er ist mit seinem Auto an mir vorbei gefahren und es war eine Ortschaft, vermutlich muss es irgendwo im Gebirge, im Harz gewesen sein, es waren auf jeden Fall ganz viele typische Gebäude mit diesen Schieferdächern und Schieferfassaden. Und es war so eine kurvige Gegend und mitten in der Kurve war eine Tankstelle. Und an dieser Tankstelle habe ich gestanden. Und dort fuhr Micha im Traum mit seinem Auto an mir vorbei, hielt an. Und ich habe mich so gefreut und gesagt „Oh Micha, ist das toll, endlich sehe ich dich. Ich habe dir noch so viel zu sagen und wann können wir uns sehen und können wir sprechen?“ Dann hat Micha gesagt „Heute Abend um acht treffen wir uns hier.“ Und Du kannst Dir gar nicht vorstellen, ich bekomme wieder so eine Gänsehaut, Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie dankbar und glücklich ich war, eben in diesem Traum Micha wieder zu sehen. Diese Vorfreude, ihn wieder zu hören, mit ihm zu sprechen, mich auszutauschen. Und ich habe mich besonders hübsch gemacht im Traum und bin dann zum vereinbarten Treffpunkt etwas früher hingefahren und war ganz aufgeregt. Und es kribbelte an meinem ganzen Körper und ich wusste jetzt, gleiche sehe ich ihn wieder und gleich kann ich wieder mit ihm sprechen und kann ihn berühren und mit ihm sprechen und ihm so viele Dinge sagen, die mir noch so wichtig sind. Und dann fuhr er an diesen Platz und er machte allerdings keine Anstalten auszusteigen. Und ich war ganz aufgeregt und habe gesagt „Micha, wie schön, dass ich dich sehe und lass mich dich drücken.“ Dann macht er einfach nur die Scheibe runter und sagte „Meine Liebe, es ist jetzt Zeit, dass du mich gehen lässt. Mir geht es gut und dir geht es gut. Du darfst mich jetzt loslassen.“ In dem Moment machte sich ein so warmes Gefühl, voller Liebe und Dankbarkeit und Glück, zu wissen, dass es ihm gutgeht. Dann machte er die Scheibe hoch und fuhr weg. Und dann bin ich aufgewacht.

Und dieses Gefühl, was ich im Traum mitgenommen habe, genau dieses Gefühl hatte ich am Morgen noch. Und ich bin neben meinem Mann aufgewacht, neben meinem Mann Thorsten.

Als ich diesen Traum hatte waren wir schon bestimmt fünf oder sieben Jahre verheiratet. Und ich bin ganz dankbar, dass ich diesen Traum hatte, denn das war wirklich dieses Loslassen, was mir eine ganz starke Beruhigung und ein ganz großes Glücksgefühl gegeben hat.

Und ich kann dir sagen, ich glaube weiterhin an Engel, auch wenn ich sie nicht sehe. Aber ich spüre sie. Und das tut mir unfassbar gut.

Ich wünsche Dir, dass Du die magischen Momente Deines Lebens immer wieder erkennst und wahrnimmst. Und dass Du Deinem Verstand dann einfach mal eine Pause gibst, der Dir versucht zu erklären, dass es doch alles nicht möglich ist, dass es doch alles nicht funktioniert und dass das doch irgendwie ein Hirngespinst ist. Wenn sich das für Dich gut anfühlt, dann nimm’ dieses Gefühl mit und teile dieses Gefühl mit den Menschen, die Dich verstehen. Und Menschen, die Dich nicht verstehen oder nicht verstehen wollen, da behalte einfach diese Begegnung, diese Erlebnisse für Dich.

Ich halte dann immer ganz gerne in meinem Coaching, in meinen Workshops dieses Symbol des Schweigefuchs zu. Vielleicht kennst Du den Film „Fack ju Göhte“, wo Frau Schnabelstedt vor der Klasse steht und diesen Schweigefuchs hoch hält. Und das ist immer so ein Running Gag in meinem Coaching, in meinem Workshop, wenn ich dann diesen Schweigefuchs hoch halte, wenn es um das Thema einfach mal die „Klappe“ halten geht.

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